Austernpilze: Unterschied zwischen den Versionen

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Als Schwächeparasit kann man ihn im Herbst in heimischen Wäldern sammeln und genießen, aber auch in den eigenen vier Wänden ist seine Kultivierung unkompliziert.  
 
Als Schwächeparasit kann man ihn im Herbst in heimischen Wäldern sammeln und genießen, aber auch in den eigenen vier Wänden ist seine Kultivierung unkompliziert.  
  
== Kultivierung ==
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Da sich in der Umgebungsluft unzählige Sporen verschiedenster Schimmelpilze finden, hat hygienisches Arbeiten höchste Priorität bei der Kultivierung von essbaren Pilzen. Um nicht gleich in teure Luftfilter, die vorhandene Sporen rausfiltern können und einen recht teuren Dampfdruchkochtopf zu kaufen, mit dem das Substrat sterilisiert werden kann, zu investieren, eignet sich der Austern-Seitling, um erste Erfahrungen in der Kultivierung von essbaren Pilzen zu erlangen.  
 
Da sich in der Umgebungsluft unzählige Sporen verschiedenster Schimmelpilze finden, hat hygienisches Arbeiten höchste Priorität bei der Kultivierung von essbaren Pilzen. Um nicht gleich in teure Luftfilter, die vorhandene Sporen rausfiltern können und einen recht teuren Dampfdruchkochtopf zu kaufen, mit dem das Substrat sterilisiert werden kann, zu investieren, eignet sich der Austern-Seitling, um erste Erfahrungen in der Kultivierung von essbaren Pilzen zu erlangen.  
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Generell gilt dieser als sehr konkurrenzstark und kann unter Umständen auch gegen die ein oder andere bereits sichtbare Kontamination von Schimmelpilzen ankommen und diese unterdrücken. Sein aggressives und zügiges Myzelwachstum entzieht diesen die Nahrungsgrundlage.  
 
Generell gilt dieser als sehr konkurrenzstark und kann unter Umständen auch gegen die ein oder andere bereits sichtbare Kontamination von Schimmelpilzen ankommen und diese unterdrücken. Sein aggressives und zügiges Myzelwachstum entzieht diesen die Nahrungsgrundlage.  
  
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Der Austern-Seitling ist recht anspruchslos. Durch seine Fähigkeit Lignin, Cellulose und Hemicellulose aufzupsalten und als Nahrungsgrundlage nutzen zu können, wächst er auch auf alten (Laub-)Holzstämmen, wobei es dort deutlich länger dauert ehe dieser Fruchtkörper ausbildet.
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Schneller und nachhaltiger, ganz im Sinne des Upcycle'ns, lassen sich auch Stroh, Kaffeesatz und sogar alte Pappkartons verwenden.
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Kaffeesatz wird prinzipiell auch durchwachsen, jedoch stellen dabei Kontaminationen mit Schimmelpilzen ein größeres Problem dar. Dies lässt sich verhindern, wenn der Kaffeesatz vor Beimpfung mit dem Pilz sterilisiert wird in Kombination mit einer möglichst sauberen und hygienischen Arbeitsweise. Da dies für die schnelle und unkomplizierte Umsetzung zu Hause eher etwas für Liebhaber:innen ist, soll im Weiteren auf Stroh und Pappkartons als Pilzsubstrat eingegangen werden.
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====== Stroh ======
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Stroh beziehe ich aus einer alten Scheune meiner Eltern, aber auch der/die Landwirt:in von nebenan kann sicher aushelfen. Auch der Kleintierbedarf im Supermarkt bietet üblicherweise Stroh an, üblicherweise pelletiert, was für die Pilzzucht sogar vorzüglich ist, da in diesen Pellets praktisch keine Luft eingeschlossen ist, im Gegensatz zu den innen hohlen Strohhalmen.
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Das Stroh (Halme, keine Pellets) wird nun für 48 Stunden mit Wasser bedeckt und eingeweicht, ehe es für weitere 24 Stunden abtropft. Danach wird dieses Stroh möglichst dicht in einen Beutel gepackt, dafür verwende ich einen Bratenschlauch. Dabei ist es wichtig aufzupassen, dass der Beutel nicht einreißt. Zwischendurch gibt man immer wieder Myzel hinzu und beimpft so das Stroh mit dem Austern-Seitling. Den Bratenschlauch verschließe ich mit einem Kabelbinder. Eher nach Gefühl schlitze ich nun ca. ein Zentimeter große Öffnungen mit einer Schere oder spitzem Messer in die Folie, die ich anschließend doppelt mit Micropore-Tape verschließe. Da der Pilz CO2 produziert, ist es wichtig, dass dieses entweichen kann. Durch die doppelte Lage des Micropore-tapes wird zudem der Eintritt von Außenluft und damit Sporen anderer Pilze vermieden.
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Wurde der Beutel nun so vorbereitet, legt man diesen am Besten an einen möglichst dunklen, aber warmen Ort ab, bis das Myzel das Stroh durchwachsen hat.

Version vom 9. April 2021, 13:19 Uhr

Der Austern-Seitling (Pleurotus ostreatus) zählt zur Familie der Seitlingsverwandten und zählt zu den drei wichtigsten Speisepilzen, neben Shiitake und Champignongs. Als Schwächeparasit kann man ihn im Herbst in heimischen Wäldern sammeln und genießen, aber auch in den eigenen vier Wänden ist seine Kultivierung unkompliziert.

Kultivierung

Da sich in der Umgebungsluft unzählige Sporen verschiedenster Schimmelpilze finden, hat hygienisches Arbeiten höchste Priorität bei der Kultivierung von essbaren Pilzen. Um nicht gleich in teure Luftfilter, die vorhandene Sporen rausfiltern können und einen recht teuren Dampfdruchkochtopf zu kaufen, mit dem das Substrat sterilisiert werden kann, zu investieren, eignet sich der Austern-Seitling, um erste Erfahrungen in der Kultivierung von essbaren Pilzen zu erlangen.

Generell gilt dieser als sehr konkurrenzstark und kann unter Umständen auch gegen die ein oder andere bereits sichtbare Kontamination von Schimmelpilzen ankommen und diese unterdrücken. Sein aggressives und zügiges Myzelwachstum entzieht diesen die Nahrungsgrundlage.

Substrat

Der Austern-Seitling ist recht anspruchslos. Durch seine Fähigkeit Lignin, Cellulose und Hemicellulose aufzupsalten und als Nahrungsgrundlage nutzen zu können, wächst er auch auf alten (Laub-)Holzstämmen, wobei es dort deutlich länger dauert ehe dieser Fruchtkörper ausbildet.

Schneller und nachhaltiger, ganz im Sinne des Upcycle'ns, lassen sich auch Stroh, Kaffeesatz und sogar alte Pappkartons verwenden.

Kaffeesatz wird prinzipiell auch durchwachsen, jedoch stellen dabei Kontaminationen mit Schimmelpilzen ein größeres Problem dar. Dies lässt sich verhindern, wenn der Kaffeesatz vor Beimpfung mit dem Pilz sterilisiert wird in Kombination mit einer möglichst sauberen und hygienischen Arbeitsweise. Da dies für die schnelle und unkomplizierte Umsetzung zu Hause eher etwas für Liebhaber:innen ist, soll im Weiteren auf Stroh und Pappkartons als Pilzsubstrat eingegangen werden.

Stroh

Stroh beziehe ich aus einer alten Scheune meiner Eltern, aber auch der/die Landwirt:in von nebenan kann sicher aushelfen. Auch der Kleintierbedarf im Supermarkt bietet üblicherweise Stroh an, üblicherweise pelletiert, was für die Pilzzucht sogar vorzüglich ist, da in diesen Pellets praktisch keine Luft eingeschlossen ist, im Gegensatz zu den innen hohlen Strohhalmen.

Das Stroh (Halme, keine Pellets) wird nun für 48 Stunden mit Wasser bedeckt und eingeweicht, ehe es für weitere 24 Stunden abtropft. Danach wird dieses Stroh möglichst dicht in einen Beutel gepackt, dafür verwende ich einen Bratenschlauch. Dabei ist es wichtig aufzupassen, dass der Beutel nicht einreißt. Zwischendurch gibt man immer wieder Myzel hinzu und beimpft so das Stroh mit dem Austern-Seitling. Den Bratenschlauch verschließe ich mit einem Kabelbinder. Eher nach Gefühl schlitze ich nun ca. ein Zentimeter große Öffnungen mit einer Schere oder spitzem Messer in die Folie, die ich anschließend doppelt mit Micropore-Tape verschließe. Da der Pilz CO2 produziert, ist es wichtig, dass dieses entweichen kann. Durch die doppelte Lage des Micropore-tapes wird zudem der Eintritt von Außenluft und damit Sporen anderer Pilze vermieden.

Wurde der Beutel nun so vorbereitet, legt man diesen am Besten an einen möglichst dunklen, aber warmen Ort ab, bis das Myzel das Stroh durchwachsen hat.