Stellungnahme zum Trilog zur Regulierung von Neuen Genomischen Techniken (NGTs) in der EU

Gatersleben, 4. Dezember 2025

Das Öko-Progressive Netzwerk e. V. (ÖkoProg) begrüßt die Einigung zwischen Europäischem Parlament, Europäischem Rat und EU-Kommission in ihrer gemeinsamen Sitzung im Rahmen des Trilog-Verfahrens am 03.12.2025.

Über zwei Jahre nachdem die EU-Kommission ihren Entwurf für eine neue Regulierung vorgestellt hat, ist es nun in einem guten Kompromiss zu einer Einigung gekommen

kommentiert Dr. Robert Hoffie, Co-Vorsitzender von ÖkoProg. Über das Verhandlungsergebnis muss anschließend noch im EU-Parlament und im Rat abgestimmt werden.

Der Vorschlag der EU-Kommission blieb im Kern erhalten, über viele Details hatte es aber lange Diskussionen gegeben. Die nun gefundenen Kompromisse vor allem zur Patentierung von Merkmalen, die mittels NGTs erzeugt wurden und zur Kennzeichnung des NGT-Saatgutes , haben die Einigung möglich gemacht.

Es ist richtig und wichtig, dass die EU mit diesem neuen Rechtsrahmen für CRISPR & Co. in der Pflanzenzüchtung sinnvolle Anwendungen von Neuen Genomischen Techniken ermöglicht, statt ihre Verwendung wie bisher pauschal zu behindern

begrüßt die Co-Vorsitzende Dr. Margareta Hellmann die Einigung. Durch die Erleichterungen für Pflanzen der Kategorie NGT1 würden genetisch äquivalente Pflanzen nun auch rechtlich gleich behandelt.

Sollten Rat und Parlament dem Entwurf so zustimmen, würde eine zweijährige Implementierungsphase folgen. Danach wären einfache Anwendungen von NGTs, die vor allem zu kleinen Mutationen in Pflanzen führen, weitgehend konventionell gezüchteten Pflanzen gleichgestellt. Das würde auch Feldversuche für die Forschung mit diesen Pflanzen ermöglichen, ebenso wie die Nutzung in der Pflanzenzüchtung.

Über ÖkoProg:

Das Öko-Progressive Netzwerk e. V. fördert durch aktive Wissenschaftskommunikation den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Darüber hinaus organisiert es politische Aktionen von Wissenschaftler*innen wie die Kampagne #GiveGenesAChance, in der sich junge Pflanzenforschende aus ganz Europa für eine nachhaltige Nutzung Neuer Genomischer Techniken einsetzen.

Robert Hoffie

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