Das Öko-Progressive Netzwerk ist da!

Nach einer Planungsphase von einem Jahr konnten wir am 24.11.2020 vor über 50 Zuschauenden (natürlich online) den Release von ÖkoProg offiziell bekanntgeben und haben uns Euren Fragen gestellt. Den Vortrag und unsere Pressemitteilung findet Ihr hier, für alle, die leider nicht dabei sein konnten.

Pressemitteilung

Neue Umwelt-NGO setzt sich für wissenschaftsbasierte Nachhaltigkeit ein

Berlin / Gatersleben, 24.11.2020

Klimakrise, Ressourcenknappheit, Artensterben: Die Menschheit lebt über ihre Verhältnisse. Trotzdem haben viele Menschen auf der Welt nicht genug zu Essen oder die Chance auf ein Leben in Frieden und Wohlstand. Doch wie können wir mit bald 9 Milliarden Mitmenschen  gut leben, ohne zukünftige Generationen zu gefährden? Sollten wir zurück zur Natur, zurück zu einem traditionellen nachhaltigen Leben? Das Öko-Progressive Netzwerk sieht einen anderen Weg in eine nachhaltige Zukunft. “Öko-Progressivismus ist die Überzeugung, dass es eine ökologisch verträgliche Lebensweise, die gleichzeitig auch die Bedürfnisse aller Menschen befriedigt, in der Vergangenheit nicht gegeben hat.”, so Johannes Kopton, 1. Vorsitzender des Öko-Progressiven Netzwerks bei der gestrigen Online-Pressekonferenz zur Gründung des Vereins. Es gehe deshalb darum, Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie weiterzudenken, um die Nachhaltigkeitsziele erreichen zu können.

“Wir wollen Vernetzungsarbeit als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft leisten”, beschreibt Vorstandsmitglied Svenja Augustin die Ziele des Vereins. Dafür möchte das Öko-Progressive Netzwerk eine zivilgesellschaftliche Plattform bieten. Der über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzierte Verein möchte Interessierte an einer evidenzbasierten Nachhaltigkeitspolitik zusammenbringen, im Rahmen von Veranstaltungen Ideen entwickeln und so Perspektiven für eine sozial und ökologisch nachhaltige Zukunft bieten. “Dabei geht es uns nicht um Technikgläubigkeit, sondern um eine objektive Betrachtung: Welche Ansätze können wirklich einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten?Schubladen wie “natürlich” oder “künstlich” sind dabei jedoch nicht hilfreich”, betonte der Co-Vorsitzende Robert Hoffie.

Die Gründungsmitglieder haben sich vor allem in sozialen Netzwerken gefunden und betreiben bereits seit dem Frühjahr 2019 die Initiative “Progressive Agrarwende”, die für eine evidenzbasierte Landwirtschafts- und Ernährungspolitik eintritt. Mit Gründung des Öko-Progressiven Netzwerks wollen sie ihre Aktivitäten nun organisatorisch und inhaltlich breiter Aufstellen und so als wissenschaftsbasierte Umweltorganisation eine Lücke schließen.

Zukünftige Aktivitäten werden demnach über Debatten im Bereich der Landwirtschaft hinaus auch Themen wie Bioökonomie oder nachhaltigen Konsum behandeln. Zum Start der Vereinsarbeit stellte Natalie Laibach, Vorstandsmitglied des neuen Vereins, den “Bioökonomie-Adventskalender” vor. “Wir wollen an 24 Beispielen für Konzepte eine Diskussion anregen, wie eine biobasierte Zukunft aussehen kann”, so Natalie Laibach bei der Pressekonferenz. Im Dezember wird jeden Tag ein praktischer Ansatz vorgestellt, wie fossile Rohstoffe ersetzt werden können. Illustriert wird der Kalender -wie schon der “CRISPR-Adventskalender” der Progressiven Agrarwende im letzten Jahr- von Wissenschafts-Illustratorin Daria Chrobok. 

“Wir sind basisdemokratisch organisiert und laden jede*n herzlich ein, bei uns mitzumachen. Unser erstes Aktiventreffen wird sich noch im Dezember mit dem Spannungsfeld “Politik und Wissenschaft” beschäftigen”, rief Christian Kaiser, im Vorstand für die Mitgliederverwaltung zuständig, am Ende der Veranstaltung alle Interessierten auf. Wer den Verein durch eine Mitgliedschaft oder aktive Mitarbeit zu unterstützen, findet alle nötigen Informationen auf der Website https://oekoprog.org.